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Steine statt Beine

Werner Hansen schuf auf der Lippesportanlage bleibende Werte

Gahlen - In sein Vorstandsamt sei er im Grunde „reingeschlittert“, erinnert sich Werner Hansen an jene Tage des Jahres 1991, als der damalige TuS-Vorsitzende Josef Große-Frintrop ihm sagte: „Wenn du nur Zaungast bist, kannst du nichts mitentscheiden. Du musst mit aufs Spielfeld!“
Hansen tat den Schritt, Verantwortung hatte der langjährige VEBA-Mitarbeiter nie gescheut, und als Kassierer stand er fortan beim TuS an maßgeblicher Position.
TuS-Strategie 2000
Seine Maximen hießen schon damals „Breitensport“ und „Jugend“ und so dauerte es kein Jahr, da wurde die „TuS-Strategie 2000“ geboren. Neben der Errichtung von Tennisplätzen, eines Schallschutzes und einer Bewässerungsanlage war der Bau eines Vereinshauses mit Kiosk, Geräte-, Mehrzweck- und Fitnessräumen, Waschmöglichkeiten und Sauna der zentrale Punkt dieser richtungsweisenden Idee.
Die Realisierung ließ nicht lange auf sich warten. Schritt für Schritt gedieh die Lippesportanlage zu jenem facettenreichen Schmuckstück, als das sie sich dem Besucher heute präsentiert.
Werner Hansen investierte, investierte in Steine statt in Beine - und geriet darüber auch schon ´mal in Konflikte. „Wenn meine heutige Erfolgsbilanz nur fünf Jahre in der Fußball-Landesliga wären, würde ich mich schämen“, macht Hansen deutlich, dass ihm die bleibenden Werte, wie er sie geschaffen hat, eindeutig vor gingen.
Für die TuS-Kicker natürlich eine gewöhnungsbedürftige Einstellung. Doch mit der Zeit wuchs auch bei ihnen die Einsicht, was sie an ihrem Kassierer hatten. Nicht von ungefähr erhielt Werner Hansen dann auch vom Deutschen Fußball-Bund eine Auszeichnung, auf die er bis heute besonders stolz ist. Anfang 2000 nahm er bei der 100-Jahr-Feier des DFB dessen Ehrenamtspreis entgegen.
Dem TuS Gahlen wird Werner Hansen natürlich auch nach seinem Abschied als Kassierer weiter zur Verfügung stehen. Als Vertreter von Dr. Jan Gerrit Vogt kümmert er sich weiterhin um das eine seiner Lieblingskinder, den Breitensport. Für das andere, die Jugend, hat er bereits neue Ideen in petto.
Kinder vom PC holen
„Die Kinder in Gahlen sollen nicht nur vorm Computer oder Fernseher hocken, sondern sich bewegen können“, so lautet sein Credo. Werner Hansen hat seinen Teil dazu beigetragen. Und auch wenn der 68-Jährige in seiner neu gewonnenen Freizeit daheim künftig Ehefrau Erna häufiger helfen will - der TuS ganz ohne Werner Hansen? Das wird es zum Glück auch in Zukunft nicht geben. - al

wernerabschied


Quelle: Dorstener Zeitung

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